Gesunde Architektur

Ein bislang kaum untersuchter Einflussfaktor für die menschliche Gesundheit ist die architektonische Gestaltung von Gebäuden und ganzen Wohngebieten. Während zwar inzwischen längst in das Bewusstsein der Immobilienbranche und vor allem der Kunden gedrungen ist, dass belastungsfreie Baumaterialien einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit ausüben; schließlich ist man zu Hause oder am Arbeitsplatz eventuellen Giften über lange Zeit ausgesetzt. Ein ganz anderes Thema ist jedoch die Gestaltung von Häusern. Hier gibt es nun erste Erkenntnisse, die darauf schließen lassen, das die Wechselwirkung zwischen Umgebung und Mensch sehr viel stärker ist, als bislang angenommen. Ein schönes anregendes Umfeld scheint deutlich mehr zu sein als ein Luxus für den, der ihn sich leisten kann.Offensichtlich gibt es hier auch beim Menschen noch aktive Instinkte, die eine beinahe automatische Entscheidung treffen, welches Umfeld uns besser zuträglich ist, vorausgesetzt, man hat überhaupt eine Wahl. So muss wohl niemand lange darüber nachdenken, ob er lieber eine Wiese oder eine Mauer sehen würde, wenn er aus dem Fenster sieht. Wer sich für die Wiese entscheidet, was wohl beinahe jeder machen würde, trifft auch gleich noch eine Entscheidung für seine Gesundheit. Tatsächlich ergaben erste systematische Untersuchungen, dass eine schöne Aussicht Patienten schneller genesen lässt und sie auch weniger Medikamente zum Beispiel gegen Schmerzen benötigen als solche, denen ein solcher Anblick verwehrt ist.

Aus dieser Erkenntnis entwickelt sich nun ein neuer Wissenschaftszweig, die so genannte Architekturpsychologie. Sie beschäftigt sich damit, wie die künstliche Umgebung menschliches Verhalten bestimmt. In Amerika haben die Erkenntnisse inzwischen nicht mehr nur Einfluss auf die Planung von Krankenhäusern, sondern auch auf die von gewerblichen Gebäuden oder kompletten Vierteln.

Das Menschen natürlichen Bedürfnissen folgen, wenn sie eine psychologisch belastende Umgebung verlassen, lässt sich seit der Wiedervereinigung gut in den neuen Bundesländern erkennen. Die Abwanderungswelle hat zuerst die öden Plattenbauten entvölkert und werden nun zurück gebaut, was nichts anderes bedeutet als, sie werden abgerissen.

Die Einzelheiten, warum Menschen die eine Architektur mögen, die andere aber nicht, sind noch nicht endgültig erforscht. Klar ist aber zum Beispiel, das zu große Enge Menschen belastet. So sind dicht an dicht nebeneinander gesetzte Reihenhäuser schon problematisch, da ein Wohlfühlabstand zum Nachbarn fehlt. Baut man sie versetzt voneinander, gewinnt jeder Bewohner ein Stück psychologischen Abstand zu den anderen.

jetzt kommentieren? 05. August 2008

Armut ist ungesund

Was man in Drittweltländern sicher ohne weiteren Nachweis vermutet hätte, trifft leider auch auf die Situation in Deutschland zu. Wer hierzulande arm ist, muss gleichzeitig auch unter schlechteren Umweltbedingungen leben. Arm hier und arm in Afrika sind natürlich zwei Zustände ganz unterschiedlicher Art. Während man in den ärmsten Ländern der Welt als armer Mensch täglich ums Überleben kämpfen muss, der Zugang zu grundlegenden Dingen wie Nahrung und Wasser oder Wohnraum zu einem existenziellen Problem wird, ist die Lage für Menschen in unseren Breitengraden, die per Definition als arm gelten, zwar nicht ganz so dramatisch. Hunger ist ein wirkliches Ausnahmephänomen, auch wenn es auch in Deutschland immer mehr Menschen, besonders solche mit Kindern gibt, die sich dem Hunger nur durch die Entgegennahme von Almosen etwa bei den Tafeln entziehen können. Die so genannte Grundsicherung, auch als Harz IV  bekannt, genügt nur theoretisch, um das Leben angemessen zu bestreiten. Selbst wer nur einen Minikredit laufen hatte, als er in diese Bedürftigkeitsfalle geriet, ist mit den dreihundertneunundvierzig Euro im Monat pro erwachsenen Person schnell mit seinem Geld am Ende,  bevor es auch der Monat ist.Auch was Wohnraum angeht, ist die Auswahl dann nicht mehr besonders groß. Grundsätzlich ergab eine Untersuchung zu diesem Thema, dass Menschen, je weniger Geld sie zur Verfügung haben, in jeweils stärker umweltbelasteten Wohnsituationen zu Hause sind. Dazu gehören Hauptverkehrsstraßen und ähnliches, die eine hohe Belastung mit Abgasen und Lärm für die Anwohner zur Folge haben. Wer als Kind in einer solchen Umgebung auf wächst, hat schon von vorne herein schlechtere Karten, als der Nachwuchs finanziell besser gestellter Familien.

Dies setzt sich fort bei möglichen Freizeitbeschäftigungen, die mit wenig oder gar keinem Geld häufig zu Hause oder in wenig attraktiven Vierteln mit wenig Grünflächen stattfindet.

Entsprechend sind die Erkrankungen bei verschiedenen sozialen Schichten unterschiedlich ausgeprägt. Arme Menschen haben ein wesentlich höheres Risiko für Atemwegserkrankungen oder Herzprobleme. Die Lärmbelastung führt zu Beeinträchtigungen des Schlafes.

jetzt kommentieren? 04. August 2008

Gesund durch den Sommer - so trotz man der Hitze



Endlich ist Sommer und das Leben verlagert sich zunehmend nach draußen, egal ob Straßencafe oder Strandbad, es gibt viele Ort an denen man es bei hohen Temperaturen gut aushalten kann, wenn man gerade das Glück hat, nicht arbeiten zu müssen. Allerdings verträgt nicht jedermann so hohe Temperaturen gleich gut. Gerade ältere Menschen oder solche mit Kreislaufproblemen leiden unter der Hitze, die zu vielfältigen Beschwerden führen kann. Beispielsweise müssen Patienten, die blutdrucksenkende Mittel einnehmen, jetzt besonders vorsichtig sein, da hohe Außentemperaturen bereits zur Senkung des Blutdrucks führen. Wer jetzt seine Medikamente nicht vom Arzt anpassen lässt, setzt sich Gefahren aus.Der Körper selbst kann sich recht gut gegen Überhitzung zur Wehr setzen. Das Schwitzen ist eine Strategie, um den Organismus abzukühlen. Das verdunstende Wasser kühlt den Körper ab. Da beim Schwitzen jedoch nicht nur reines Wasser aus dem Körper ausgeschieden wird, sondern auch lebenswichtige Salze, muss man beides regelmäßig ersetzen, will man sich nicht der Gefahr eines Kreislaufzusammenbruches aussetzen will. Ein solcher droht, wenn das Gehirn nicht ausreichend durchblutet wird. Daher muss man die bis zu drei Liter Flüssigkeit, die man an heißen Tagen verlieren kann, wieder zu sich nehmen. Auch wenn sie im Sommer besonders gut schmecken und scheinbar besonders erfrischend sind, bewirken sehr kalte Getränke gerade nicht, dass der Körper sich abkühlt, sondern ganz im Gegenteil. Nimmt man eiskalte Dinge zu sich, muss der Körper sie so zu sagen auf Betriebstemperatur bringen, also zusätzliche Wärme erzeugen. Nicht umsonst trinkt man in Ländern mit besonders heißem Klima bevorzugt warme Getränke, die den Körper nicht noch zusätzlich belasten. Den Salzhaushalt kann man beispielsweise mit einer warmen Suppe gut ersetzen.

Sport sollte man bei solchen Außentemperaturen generell vermeiden, da der Körper dadurch erheblich in Mitleidenschaft gezogen wird. Wenn überhaupt, kommen nur leichte, wenig anstrengende Aktivitäten in Betracht. Wer es nicht lassen kann, sollte frühmorgens oder spätabends seinem Bewegungsdrang nachgehen, wenn es im Verhältnis noch kühl draußen ist.

jetzt kommentieren? 01. August 2008

Elektronische Krankenkassenkarte scheinbar erwünscht



Die elektronische Krankenkassenkarte soll künftig nicht nur als Nachweis einer Krankenversicherung dienen, wie es das bisherige Mitgliedskärtchen der gesetzlichen Kassen. Vielmehr soll sie in ihrer endgültigen Form, in der sie nach einer Testphase zur Verwendung kommen soll, nicht nur als komplette Krankenakte dienen, in der alle Befunde gespeichert werden, sondern sogar als Träger von Rezepten und Medikamentationshinweisen. Die Pläne zur Einführung sind zum Teil auf heftige Kritik von Datenschützern gestoßen, die vielfältige Gefahren dies Missbrauchs sehen, wenn eine derartige Vielfalt sensibler personenbezogener Daten auf einer solchen Karte zusammengefasst werden. Es stellt sich dabei nicht nur die Frage was bei Verlust der Karte geschehen könnte, wenn Unbefugte an die Daten kommen, sondern auch, wer berechtigt sein soll, sie zu lesen.

Um der Kritik zu begegnen, hat ein großer Krankenkassenverband einen Untersuchung in Auftrag gegeben, wie die Betroffenen Versicherten zu diesen Plänen stehen. Das Ergebnis fällt dabei überraschend eindeutig zugunsten der Karte aus. Noch mehr überrascht, das dreiviertel der Befragten nicht nur nichts gegen die Einführung der so genannten Basiskarte hat, die im wesentlichen die mit ihrer Funktion die bisherigen Ausweise ersetzt, sondern sie am liebsten sofort die Vollversion der eGK hätten.

In einer ersten Testphase wurde in ausgewählten Gebieten einen abgespeckte Version ausprobiert, um erste Praxiserfahrungen sammeln zu können. Scheinbar genügt dies den Versicherten jedoch nicht.

Allerdings hat ein fast ebenso hoher Anteil der Befragten auch Sicherheitsbedenken gegen die Vollversion. Wäre die Sicherheit garantiert, hätten die meisten nichts dagegen, wenn sich auf der Karte sensible persönliche Daten befänden. Die Kassen wollen nun noch mehr Aufklärungsarbeit für die eGK betreiben und herausstellen, wie sicher Daten dort vor fremdem Zugriff aufgehoben sind.

Erstaunlicherweise hat nicht die jüngere Generation die bisherige Diskussion intensiv verfolgt, sondern am bekanntesten ist dieses neuen Instrument den Versicherten zwischen vierzig und sechzig. Eine Speicherung von Notfalldaten begrüßen allerdings ebenfalls fast dreiviertel der Mitglieder, während es bei den anderen möglichen Funktionen keine klare Aussage gibt.

jetzt kommentieren? 01. August 2008

Knapp vorbei ist auch daneben - Berufsunfähigkeitsversicherungen

So wichtig eine Berufsunfähigkeitsversicherung auch sein mag, so sind unzählige mit der abgeschlossenen Police nicht ausreichend geschützt und wiegen sich in einer falschen Sicherheit.Gerade bei dieser Art von Versicherung kommt es ganz entscheidend auf das Kleingedruckte an. Prüft man hier vor Vertragsschluss nicht sehr sorgfältig, ob der anstehende Vertrag den persönlichen Bedürfnissen auch richtig angepasst ist, steht man im Schadensfall womöglich ohne jede Absicherung da. Die Fallen sind oft gut versteckt. Genaue Beachtung sollte man daher den Ausschlussklauseln schenken, die in vielen Policen oft zahlreich vorhanden sind.

Wer unbedacht scheinbar harmlose medizinische Behandlungen oder kleinere Wehwehchen angibt, ohne dies mit den Ausschlussklauseln abzugleichen, kann böse Überraschungen erleben.  Wer beispielsweise an typischen Büroleiden krankt, also Rückenschmerzen etwa,  die sich leicht durch etwas Bewegungstherapie und Massagen in den Griff bekommen lassen, handelt sich schnell einen Ausschluss wegen aller Rückenleiden ein, die zu einer Berufsunfähigkeit führen könnten. Selbst wir ohne akute Problem sich ab und an Massagen gegönnt hat, braucht fortan bei einem Bandscheibenproblem nicht auf seine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bauen, da sie nicht zahlen, wird, hat man dies im Antrag angeben.

Nicht zu zahlen, ist auch das erklärte Ziel der Unternehmen. Laut einer internen Information es langjährigen Sachbearbeiters, konnte die wahre Politik der Berufsunfähigkeitsversicherungen ans Tageslicht gebracht werden. Der Rentenausschluss bei bestimmten Vorerkrankungen wird demnach bei diesen Verträgen so erfolgreich gemanagt, dass es nur höchst selten zu einer Auszahlung kommt. Die logische Konsequenz daraus kann daher nur lauten, eine solche Versicherung so früh wie irgend möglich abzuschließen. Je jünger man ist, desto weniger Vorerkrankungen liegen vor, die die Versicherung alsdann ausschließen kann. Hat man den Vertrag erst einmal unter Dach und Fach, kann das Unternehmen nicht mehr einfach einseitig Ausschlüsse geltend machen. Ist es dafür schon zu spät, ist ebenfalls noch nicht alles verloren. Kann man nachweisen, dass ein früheres medizinisches Problem definitiv nicht mehr fortbesteht, zum Beispiel mittels eines Attestes, kann man, verhandelt man hart genug, bestimmte Ausschlussklauseln wieder revidieren.

jetzt kommentieren? 28. Juli 2008

Wer heilt, hat Recht

Medizin ist eine Wissenschaft, die sich aus vielen verschiedenen Disziplinen zusammen setzt. Dazu gehört vor allem Chemie, Physik, Mathematik und Biologie. Die wichtigsten Erkenntnisse, die die Medizin in der Regel macht, beruhen aber trotz aller Bemühungen nach wie vor auf der Grundlage von Versuch und Irrtum. Medizin ist nun mal keine exakte Wissenschaft, auch wenn dies auf Teildisziplinen sehr wohl zutrifft. Daher gilt auch heute noch der Satz: wer heilt, hat Recht. Und Heilung erfährt man nicht nur in der so genannten Schulmedizin, die unserer Gesundheitswesen beherrscht. Zahlreiche andere Methoden, viele davon schon Jahrtausende alt, können Krankheiten ebenfalls heilen oder lindern, auch wenn mitunter niemand genau erklären kann, warum. Das ist dem Patienten indes völlig gleichgültig, nicht jedoch den Krankenkassen. Die brauchen, bevor sie eine so genannten alternative Heilmethode anerkennen nachweisbare Belege, welche Beschwerden damit wie beseitigt werden können. Da zum Beispiel die Homöopathie diesen Beweis bislang schuldig bleiben musste, erhält man nur bei manchen Kassen die Behandlung beim Homöopathen erstattet, allein, weil diese Unternehmen praktisch denken und es ihnen auf das Ergebnis ankommt, nicht auf die Methode, wie es erreicht wird.Die Homöopathie bedient sich mach sonderbarer Substanz zur Herstellung von Medikamenten, selbst zermahlene Insekten gehören ins Repertoire. Ebenso ist die Diagnosemethode zumindest gewöhnungsbedürftig, da hier auf ganz andere Dinge geschaut wird, als beim normalen Mediziner. Der Grund dafür ist das ganzheitliche Bild, das sich der Behandler von seinem Patienten machen will, bevor er eine Therapie verschreibt. 

Die Heilmethode ist inzwischen über zweihundert Jahre alt und polarisiert bis heute. Überzeugte Anhänger stehen erklärten Gegner gegenüber, wobei sich letztere vor allem auf die durch die starke Verdünnung so gut wie wirkstofffreien Arzneien berufen, die deshalb gar nicht helfen könnten und lediglich ein Placeboeffekt die nachgewiesenen Heilungen verursachen würde.

Trotzdem erfährt diese Methode immer mehr Zulauf - viele Menschen sind auf der Suche nach Alternativen zur Chemie,- und Apparatemedizin, in der der Mensch nur ein Objekt ist, das repariert werden soll. Wer einmal dazu gefunden hat, ist überwiegend auch zufrieden und kann von Erfolgen berichten.

Die Anhänger verweisen wegen der Kritik bezüglich des angeblichen Placeboeffektes auf Heilungserfolge bei Tieren und Kleinkindern, die in der Tat nicht durch eine bestimmte Erwartung beeinflusst sein können. Diese nachgewiesenen Heilungen können auch die Gegner bis heute nicht erklären, so dass es letztlich eine Glaubensfrage bleibt, welcher Art Medizin man seine Gesundheit anvertrauen will. Im Zweifel jedoch immer der, die hilft, egal warum.

jetzt kommentieren? 24. Juli 2008

Griesgrame verkürzen sich ihr Leben

Ein besonderes noch recht junges medizinisches Fachgebiet ist das der so genannten Sozialmedizin. Sie untersucht den Zusammenhang zwischen sozialen, seelischen und geistigen Einflüssen auf die körperliche Gesundheit und versucht so ein ganzheitliches Bild vom Menschen zu entwickeln, ähnlich wie es die fernöstliche Heilkunst schon seit Jahrtausenden tut.Dieser Zweig der Medizin hat Erkenntnisse darüber gewonnen, wie man nicht nur möglichst lange gesund bleibt, sondern auch sein Leben verlängert und dabei glücklich wird. Die Formel, die das Ergebnis auf den Punkt bringt, ist denkbar einfach: man benötigt eine positive Einstellung zum Leben.

Alt zu werden ist nicht unbedingt ein erfreulicher Vorgang, jedoch auch niemand darauf verzichten. Damit man auch diese Zeit geniessen kann, muss man schon beizeiten einen gesunden Optimismus entwickeln. Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Sozialmediziner ist nämlich die, dass der seelischen Zustand einen ganz wesentlichen Einfluss auf die physische Befindlichkeit hat. So verlaufen nachweislich Heilungsprozesse schneller und besser, wenn der Patient eine lebensbejahende Einstellung mitbringt. Wer mit sich und seinem Schicksal hadert, benötigt deutlich länger zur Rekonvaleszenz. Diese Erkenntnis hat auch einen konkreten Bezug zu den Kosten unseres Gesundheitssystems und könnte bei konsequenter Umsetzung zu ihrer Senkung einen wichtigen Beitrag leisten. Gerade psychische Erkrankungen entwickeln sich in den letzten Jahre geradezu epidemisch. Viele Betroffene bekommen trotz Behandlung ihr Leben nie mehr richtig in den Griff und nicht wenige scheiden vorzeitig aus dem Erwerbsleben aus, und dies oft schon in recht jungen Jahren.

Mit den hohen Anforderungen des modernen Lebens, vor allen Dingen dem in allen Lebensbereichen steigende Erfolgsdruck sind immer mehr Menschen nicht mehr gewachsen. Als hilfreich, solche Probleme auch wieder zu überwinden, hat sich nach zahlreichen Untersuchungen ebenfalls eine positive Grundeinstellung erwiesen. Patienten, die den festen Willen mitbringen, wieder in ein normales Leben zurück zu kehren, haben deutlich bessere Heilungschancen als solche, die sich mit der Situation abfinden und keine Perspektive mehr für sich erkennen. So muss man nicht jede gesundheitliche Beeinträchtigung als Hindernis interpretieren, nicht mehr am Leben teilnehmen zu können. Bei perfekter Gesundheit ist ohnehin niemand, dieser Zustand ist noch nicht einmal abschließend definiert. So hilft es, eine Beeinträchtigung auch verbal nicht als Krankheit zu bezeichnen, sondern als eine individuelle Art der Gesundheit anzusehen und auch so zu benennen.

jetzt kommentieren? 22. Juli 2008

Die Zukunft wird dem Hausarzt gehören

So plant es jedenfalls die Regierungskoalition. Nach ihrem Willen soll das so genannte Hausarztmodell bundesweit eingeführt und erweitert werden. Die Umsetzung soll bis Mitte nächsten Jahres erfolgen und parallel mit Inkrafttreten der nächsten Stufe der Gesundheitsreform einher gehen.Der Hausarzt soll zur zentralen Anlaufstelle im gesamten Gesundheitswesen aufgewertet werden. Auf diese Weise sollen unnötige doppelte Untersuchungskosten vermieden werden, aber ein ein Regulativ geschaffen werden, um die mehrfache Verschreibung von Medikamenten zu verhindern.

Die Regierung übt daher im Augenblick Druck auf die gesetzlichen Kassen aus, mit den Hausärzten entsprechende ?bereinkommen zu treffen. Neu an dieser Forderung ist die Nennung eine Zeitpunktes, bis zu dem das Vorhaben abgeschlossen sein soll. Eine Verpflichtung der Krankenkassen zum Abschluss solcher Kooperationsverträge mit den Hausärzten besteht zwar bereits, jedoch war bislang kein Endtermin festgelegt. Nach Ansicht der Verantwortlichen reicht die bisherige Zahl der Hausarztverträge nicht aus, um eine zentrale Versorgung für alle Versicherten zu garantieren.

Krankenkassenmitglieder, die am Hausarztmodell teilnehmen, verpflichten sich, bei einer Erkrankung oder sonst einem medizinischen Problem immer zuerst zu ihrem Hausarzt zu gehen. Erst er überweist je nach Befund an einen Facharzt. Kein Versicherter ist gezwungen, bei dieser Maßnahme mitzumachen. Allerdings sollen sich daraus auch für ihn Vorteile ergeben. So lernt der Hausarzt seine Patienten nebst ihrem Umfeld besser kennen und kann besser auf ihre individuellen Probleme eingehen. Auch soll die Kompetenz der Hausärzte dazu genutzt werden, Krankheiten schneller und preiswerter zu behandeln. Vieles kann nämlich auch der Allgemeinmediziner vor Ort erledigen, ohne das ein Facharzt bemüht werden muss.

Der Hausarzt erhält dafür mehr Geld, sofern er sich auch nachweisbar auf dem neuesten Erkenntnisstand hält. Ob dieses Projekt auf Dauer erfolgreich sein wird, steht noch nicht fest. Daher ist die Teilnahme auch zeitlich befristet. Bei weitem nicht alle sind von einer positiven Wirkung dieser zentralen Behandlung überzeugt. Es zweifeln nicht nur verschiedene Kassen an dem Erfolg, auch Patienten, die bereits daran teilnehmen, berichten teilweise, dass sie sich nicht besser aufgehoben fühlen als zuvor.

bisher 1 Kommentar 20. Juli 2008

Was genau ist eigentlich eine private Krankenversicherung?

In Deutschland existieren zwei grundsätzliche Modelle einer Krankenversicherung. Auf der einen Seite stehen die gesetzlichen Krankenkassen, auf der anderen die privaten Krankenversicherungen. Eine PKV ist also erst einmal nichts weiter als ein privates Unternehmen, dessen Geschäftsfeld Versicherungen gegen Krankheitsrisiken sind. Das funktioniert prinzipiell wie bei jeder anderen Versicherung auch: man zahlt einen Monatsbeitrag und die Versicherung zahlt, wenn Kosten zum Erhalt oder der Wiederherstellung der Gesundheit anfallen.Die gesetzlichen Krankenversicherungen sind feste Bestandteile der deutschen Sozialgesetzgebung und werden jeweils von einer Krankenkasse getragen. Die PKV dagegen ist eine so genannte Körperschaft des öffentlichen Rechts, die von privater Hand geführt werden. Sie unterstehen wie alle anderen Versicherungsunternehmen der Aufsicht des Bundes, der dafür eine eigene Behörde geschaffen hat.

Aus diesem wichtiges Unterscheidungsmerkmal der Rechtsnatur der jeweiligen Versicherung, ergeben sich auch die bedeutendsten Folgen. Während die gesetzlichen Krankenkassen einen gesetzlich vorgesehenen Auftrag verfolgen, nämlich für die Gesamtheit der Bürger einen möglichst umfassenden Krankenversicherungsschutz zu gewährleisten, sind die PKVs als private Unternehmen der Erwirtschaftung von Renditen verpflichtet. Entsprechend wählen sie auch ihre Kunden aus. Während die GKV jeden aufnehmen muss, der dies entweder will oder laut Gesetz muss, existieren bei der PKV Zugangsvoraussetzungen, die von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich ausgeprägt sein können. Auf jeden Fall bevorzugt die PKV nach Möglichkeit zahlungskräftige Kunden, die ein möglichst geringes Versicherungsrisiko darstellen sollten, also mit geringer Wahrscheinlichkeit Krankheiten bekommen werden, die kostenintensiv zu behandeln sind. Um dies einschätzen zu können, steht bei den Privaten zum Beispiel vor dem Vertragsabschluss eine obligatorische Gesundheitsprüfung an. Je nach Risikoeinstufung, wobei natürlich auch das Alter eine Rolle spielt, fällt der monatliche Beitrag aus. Da die PKV in der Vertragsgestaltung frei ist, kann sie auch Leistungen anbieten, die den Krankenkassen nicht möglich sind. Diese sind zur Gleichbehandlung der Versicherten verpflichtet. Dafür fällt bei ihnen auch der Zwang weg, Renditen zu erwirtschaften. Sie müssen lediglich dafür Sorgen tragen, dass die laufenden Einnahmen durch die Beiträge die Ausgaben jeweils decken.

jetzt kommentieren? 16. Juli 2008

Verbesserter Schutz durch zusätzliche Versicherungen?

Was der geplante Gesundheitsfonds letztendlich ab 1. Januar 2009 den Kassenmitgliedern bringen wird, weiß niemand so genau. Jedoch befürchten viele, dass mit erheblichen Veränderungen gerechnet werden muss. Nicht nur Beitragserhöhungen werden befürchtet, sondern auch Einschnitte bei den Leistungen. Eine private und zusätzliche Absicherung ist dann empfehlenswert und viele Privatversicherer konnten bereits im vergangenen Jahr einen enormen Zuwachs an Verträgen für gesetzlich Versicherte verbuchen und tendenziell ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Schließlich können auf diese Weise Risiken abgedeckt werden, die von den gesetzlichen Krankenversicherungen nicht mehr übernommen werden. Doch wer sein Budget im Auge behalten muss, kann sich nicht gegen alle erdenklichen Risiken absichern, womit die Frage im Raum steht, welcher Schutz unbedingt notwendig ist. Selbst Experten sind sich einig, wenn dann die Auslandsreisekrankenversicherung genannt wird. Es bestehen zwar zwischen den meisten Reiseländern und der Bundesrepublik Sozialversicherungsabkommen, doch erstatten die Kassen nicht all das, was der Versicherte zunächst für ärztliche Behandlungen vorstrecken muss.  Die Gesetzlichen übernehmen nur den Teil, der auch bei Behandlungen hierzulande entstehen würde und da viele Ärzte und Kliniken im Ausland erhöhte Sätze haben, bleibt der Kassenpatient nicht selten auf einem Teil der Kosten sitzen. Ärzte im Ausland sehen dann die Gunst der Stunde gekommen und rechnen wie bei einem Privatpatienten ab. Steht dann auch noch ein medizinisch erforderlicher Krankenrücktransport an, muss der Kassenpatient darauf verzichten, oder selber einige Tausend Euro locker machen. Keine gesetzliche Krankenversicherung übernimmt diese Kosten. Wer sich jedoch für den privaten Schutz entschieden hat, kann sich in die Heimat zurück fliegen lassen, ohne dass auch nur ein einziger Euro dafür bezahlt werden muss.Wer an Kosten einsparen will, kann auch einen Blick ins Internet werfen. Hier stehen dem Suchenden unglaublich günstige und zugleich gute Tarife zur Verfügung. Singleverträge sind bereits für unter zehn Euro im Jahr zu haben und Familien mit Kindern, die ein bestimmtes Alter nicht übersteigen, können sogar von attraktiven Familientarifen profitieren. Die Verträge gelten für ein ganzes Jahr und der Versicherte kann so viele Reisen unternehmen, wie er will. Jedoch sollte derjenige, der plant, länger als sechs Wochen an einem Stück im Ausland zu bleiben, seinen Versicherer informieren. Hierfür gelten andere Tarife.

jetzt kommentieren? 03. Juli 2008

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